Arbeitszeitrechner: praktischer Leitfaden
Wann ist dieser Rechner nützlich?
Dieser Arbeitszeitrechner hilft bei regelmässigen Wochenplänen, Teilzeitmodellen und flexiblen Arbeitszeiten. Aus einer typischen Tagesdauer und der Anzahl Arbeitstage entstehen vergleichbare Werte für Woche und durchschnittlichen Monat.
Er ist nützlich, wenn du dein vertragliches Pensum mit tatsächlich geplanten Stunden vergleichen, ein Gleitzeitmodell vorbereiten oder den ungefähren monatlichen Zeitaufwand einschätzen möchtest. Für wechselnde Tagespläne solltest du zunächst jeden Tag separat berechnen und danach die Tageswerte addieren.
- Wochenstunden aus täglicher Nettozeit und Arbeitstagen ermitteln
- Teilzeit- und Gleitzeitmodelle miteinander vergleichen
- Monatsstunden als neutralen Durchschnitt für Planung und Budget nutzen
So funktioniert die Berechnung
Zuerst wird für einen Arbeitstag die Zeit zwischen Beginn und Ende berechnet. Die unbezahlte Pause wird abgezogen. Anschliessend wird die Nettozeit mit den Arbeitstagen pro Woche multipliziert. Für den Monatsdurchschnitt verwendet der Rechner 52 Wochen geteilt durch 12 Monate; deshalb ist dieser Wert nicht identisch mit jedem einzelnen Kalendermonat.
Auch bei Gleitzeit gelten die gesetzlichen Mindestpausen: 15 Minuten ab mehr als 5,5 Stunden, 30 Minuten ab mehr als 7 Stunden und 60 Minuten ab mehr als 9 Stunden. Überstunden entstehen erst, wenn die vertraglich oder betrieblich festgelegte Sollzeit überschritten wird. Ein positiver Gleitzeitsaldo ist daher nicht automatisch rechtliche Überzeit.
Formel
Zuerst wird die tägliche Nettozeit aus Arbeitsende minus Arbeitsbeginn minus Pause berechnet. Die Wochenzeit entspricht der Tageszeit mal Arbeitstage; für den Monatswert wird mit 52/12 Wochen gerechnet.
Praktisches Beispiel
Beispiel: Wer an fünf Tagen jeweils 8 Stunden netto arbeitet, erreicht 40 Wochenstunden. Der rechnerische Monatsdurchschnitt beträgt 40 × 52 ÷ 12 = 173,33 Stunden.
Hinweis zur Nutzung
Die Ergebnisse sind indikative Berechnungen auf Basis deiner Eingaben. Sie ersetzen keine verbindliche Lohnabrechnung, Rechtsberatung oder Auskunft einer offiziellen Stelle.
Wichtige Hinweise
Feiertage, Ferien, Krankheit, unbezahlter Urlaub und wechselnde Schichten verändern die tatsächlich geleistete Monatszeit. Für einen verbindlichen Saldo ist die betriebliche Zeiterfassung massgebend.
Ein Monatsdurchschnitt eignet sich vor allem für Planung und Vergleiche, nicht für die Kontrolle eines bestimmten Monats. Wer flexible Anfangs- und Endzeiten hat, sollte jede Tageszeit erfassen und Soll-, Ist- sowie Pausenzeit getrennt führen. Erst danach lässt sich ein Gleitzeit- oder Überstundensaldo zuverlässig bilden. Beachte auch, dass vertragliche Überstunden und gesetzliche Überzeit unterschiedliche Begriffe sind. Für Zuschläge, Kompensation und Höchstgrenzen gelten Vertrag, Gesamtarbeitsvertrag und Arbeitsgesetz.
Passende Ratgeber
FAQ
Wie werden Monatsstunden berechnet?
Die Wochenstunden werden mit 52 multipliziert und durch 12 geteilt. Dadurch entsteht ein durchschnittlicher Monatswert.
Zählt die Pause zur Arbeitszeit?
Nur bezahlte Pausen zählen üblicherweise als Arbeitszeit. Hier wird die eingegebene Pause vollständig abgezogen.
Kann ich Teilzeit berechnen?
Ja. Wähle einfach die tatsächliche Anzahl Arbeitstage und deine täglichen Zeiten.
Wie werden Überstunden behandelt?
Der Rechner zeigt Zeitmengen, kennt aber deine vertragliche Sollzeit nicht. Überstunden musst du durch Vergleich mit Vertrag oder Zeitsaldo bestimmen.
Ist der Monatswert für die Lohnabrechnung verbindlich?
Nein. Der Monatswert ist ein Durchschnitt über 52 Wochen und ersetzt nicht die betriebliche Zeiterfassung oder eine konkrete Monatsabrechnung.
Quellen und Aktualisierung
Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2026